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Laserschweißen
Die Laserschweißtechnik hat sich erst seit Anfang der 90er Jahre in der Schmuckindustrie durchgesetzt. Vorher waren die Anlagen nicht wirklich ausgereift und sündhaft Teuer. Für den Preis eines modernen, leistungs- fähigen Laserschweißgerätes, wie wir es in unserem Betrieb einsetzten, bekommt man auch heute eine gut ausgestattete Mittelklasse-Limousine ! Seit 1996 haben wir Laserschweißungen durch einem Lohnbetrieb vor Ort ausführen lassen. Insbesondere im Bereich der Schmuckreparatur ist diese Technik heute nicht mehr aus der Werkstatt wegzudenken. Aus diesem Grund haben wir 2002 ein eigenes Gerät angeschafft. Durch unsere vorher schon gesammelten Erfahrungen war die Einarbeitung in die Schweißtechnik unproblematisch. So können wir zurecht behaupten : Wir besitzen nicht nur ein Laserschweißgerät, wir können auch damit umgehen ! Mittlerweile führen wir auch für viele anspruchsvolle Kollegen Schweißarbeiten aus. Fast alle Metalle sind mit dem Laser schweißbar. Nur stark Zinkhaltige Legierungen ( Messing) und Aluminium sind problematisch. ![]() Patrik Dalheimer am ALS 35 S Schweißlaser ![]() Die Werkstücke werden beim Laserschweißen so gering und punktgenau erwärmt, dass sie mit den Fingern gehalten werden können. Auch wenn direkt neben der Schweißstelle Steine sitzen kann problemlos geschweißt werden ![]() ![]() Ein massiver Silberring erwärmt sich zwar so stark, dass er nicht mehr in den Fingern gehalten werden kann. Für den Stein besteht dennoch keine Gefahr. Rechts ist die Schweißstelle direkt nach der Schweißung zu sehen. Die Nacharbeit ist gering, eine Oxidation tritt nicht auf, lediglich leichte Rußbildung ist zu beobachten. ![]() ![]() Beim fassen dieses filigranen Stückes ist dem Fasser eine Fassung zu groß geraten. Problemlos lässt sich der Fehler mit Material der gleichen Legierung aus- gleichen. Die Steine sind lediglich ca. 1 mm groß ! Die Gesamthöhe beträgt ca. 10 mm ! ![]() Der Bügel am roten Stein dieses alten Manschettenknopfes war abgebrochen. Die von uns direkt am Stein vorgenommene Schweißung ist mindestens so stabil, wie die ursprüngliche Lötung ! Auch feinste Verbindungen sind möglich ! Hier haben wir für ein Labor einen 10 Mikron dünnen Platinfaden an einen Kupferdraht geschweißt. Der Platinfaden ist nur etwa halb so dick wie ein menschliches Kopfhaar ! Gebraucht wurde diese Verbindung für einen Versuchsaufbau im Bereich der Brennstoffzellen-Forschung. Der Auftraggeber hatte bereits bei verschiedenen Laserschweißern angefragt, überall wurde die Arbeit als unmöglich abgelehnt, bevor wir sie ausgeführt haben. |